Neulich, an der Grenze …

Stand: 24.08.2020

… zu Slowenien war eigentlich alles ganz entspannt, zumindest bei der Ein- und Ausreise Spielfeld:

  • am 24. August bei der Ausreise aus AUT und der Einreise nach SLO in Spielfeld hat der Polizist am Kontrollpunkt nur einen kurzen Blick in den Pass geworfen und gleich weiter gewunken. Die meisten Teilnehmer unserer Praxisveranstaltungen seit der Lockerung sind überhaupt durchgewunken worden.
  • am 21. August bei der Ausreise aus SLO und der Einreise nach AUT in Spielfeld wurde nach dem „Woher“ gefragt. Auf die Antwort „Izola, das ist neben Koper“ entspann sich ein kurzer, durchaus freundlicher und launiger Dialog, der mit „Danke, gute Fahrt“ nach wenigen Momenten endete.

Hinter der Frage steckt eine kleine „verordnete“ Falle. In der „Verordnung über die Einreise nach Österreich in Zusammenhang mit der Eindämmung von SARS-CoV-2, Fassung vom 26.08.2020“ heißt es nämlich

im §2(5): „Personen, die aus einem der in der Anlage A1 genannten Staaten nach Österreich einreisen und ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Österreich oder in einem dieser Staaten haben, ist die Einreise ohne Einschränkung möglich.

im §2(6): „Die von Abs. 5 erfassten Personen haben glaubhaft zu machen, dass sie in den letzten 10 Tagen in keinem anderen Staat als Österreich oder den in der Anlage A1 genannten Staaten aufhältig waren.

und im §5(1): „Diese Verordnung gilt nicht für die Durchreise durch Österreich ohne Zwischenstopp. Zur Bestätigung der Durchreise ohne Zwischenstopp sind die Durchreisenden verpflichtet, eine Erklärung gemäß dem Muster der Anlage F oder G vollständig und wahrheitsgemäß auszufüllen und zu unterschreiben.

Dieser Vorordnungstext macht vieles transparent, unter anderem:

1. Digital ist nicht in Österreich.

Die verantwortlichen Urheber dieser Verordnung gehen offenbar davon aus, dass rückreisende Urlauber eine am Freitag Abend verlautbarte Verordnung unmittelbar zur Kenntnis nehmen, und daher am die darin enthaltenen Anlagen noch am Urlaubsort ausdrucken um sie dann am Samstag dem geneigten Grenzpersonal beim Grenzübertritt freudig auszuhändigen.

Diese Vorstelllung hat halt nichts mit der Realität zu tun, jedenfalls nicht mit der der tausenden Rückreisenden, die letztes Wochenende 12 und mehr Stunden ohne jede Versorgung vor dem Grenzübergang beim Karawankentunnel gestanden sind. Dass das auch anders ginge zeigen z.B. Kroatien, Griechenland oder auch manche Region in Italien, wo die Registrierung online und ohne Papierkrieg zu erledigen ist.

Bei uns braucht’s halt ein Papier-Formular, wahrscheinlich wegen der Stempel.

2. Das kann keine „neue Normalität“ sein.

Verordnungen wie diese sind im 21. Jahrhundert einfach irre. Das auf Grund der unfassbaren Zustände bei einzelnen Grenzübergängen vom Wochenende ausgebrochene Hickhack zwischen den beteiligten Behörden unterstreicht diese Tatsache nur noch. Die Details, wie man z.B. konkret an der Grenze glaubhaft machen soll, dass man NICHT in einem anderen als in der Anlage A1 aufgezählten „sicheren“ Staat war, oder wie man die Durchreise durch Österreich mit der Familie ohne Zwischenstopp, also ohne Tank- oder Pinkelstopp bewerkstelligen soll, haben die Urheber sicher nicht belastet. Ist doch nur eine Belastung, dieser Transit.

Aber spätestens mit Beginn der Wintersaison wird das alles wieder ganz anders aussehen, das Gezerre ist schon in vollem Gange.

Wir sind jedenfalls wieder aktiv und haben unsere Trainings in Izola (SLO) unter Anwendung der Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus am 5.6. gestartet. Wenn Du für die Heimreise durch Österreich musst, kannst Du Dir das entsprechende Formular hier herunterladen.



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