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Kroatien – Einklarieren 2023

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Kroatien ist seit 1.1.2023 nicht nur der Eurozone, sondern auch dem Schengenraum beigetreten. Während die Einführung des Euros einfach nur das lästige Geldwechseln überflüssig macht, bringt der Schengen Beitritt für Land- und vor allem Seereisenden eine massive Verbesserung.

Für die Landreisenden wird sich wahrscheinlich bestenfalls der Stau von der Grenze zur ersten Mautstation verschieben. Für die per Boot aus Slowenien oder Italien Ein- und Ausreisenden entfällt dagegen der Zwischenstopp in einem Einklarierungshafen. Besonders dann, wenn man die Gebühren für die Benützung der Kroatischen Hoheitsgewässer online entrichtet hat.

Die Kurtaxe an sich kann ja schon seit Ende 2020 über das Portal “nautika.evisitor.hr” elektronisch bezahlt werden, seit 2021 fühlen sich die Hafenkapitäne überhaupt nicht mehr für die Kurtaxe zuständig. Es wird einfach auf die o.a. Seite verwiesen. Die Tarife haben sich prinzipiell nicht geändert, eine Übersicht findest Du hier.

Über „Kurtaxe online“ kann man die Kurtaxe also online bezahlen, und zwar – wie bisher – nach Bootslänge oder für tatsächlich an Bord befindliche Personen. Die Bestätigung über die entrichtete Kurtaxe bekommt man per e-Mail.

Die Regelungen für das Permit (“Vignette”) sind noch nicht ganz klar. Derzeit (14.12.2022) kann man noch entweder

  • wie bisher den Hafenkapitän besuchen, was neben einem Besuch bei eben diesem bis 31.12.2022 auch einen Besuch bei der nächst gelegenen Bank zur Einzahlung der Gebühr nach sich zieht,
    oder
  • als Vorgriff auf die kommende Möglichkeit, auch das Permit online über eine “amtliche” Kroatische Website zu bezahlen, über diese Seite von Mandinus das Permit online bestellen. Das kostet etwas Bearbeitungsgebühr und 3 – 4 Tage, man muss allerlei Dokumente hochladen (Seebrief, Versicherungsbestätigung, Vollmacht, Lizenz des Skippers (?), oder Permit des Vorjahres), bekommt dann per Mail die Rechnung für das Permit und letztlich das Permit selbst. Der Prozess eignet sich nicht für spontane Kurztrips, erspart aber jedenfalls nachhaltig den Besuch beim Hafenamt.

Ab 1.1.2023 wird für Einreisen aus Schengen-Mitgliedsländern keinerlei Ein- bzw. Ausklarierungsprozess mehr erforderlich sein. Man muss dann nur das Permit und die Bestätigung über die entrichtete Kurtaxe dabei haben, die Kontrollen auf See sollen verstärkt werden und auch durch die Marinas erfolgen.

Wir bleiben auf jeden Fall “dran” und werden an dieser Stelle über die jeweils aktuellen Entwicklungen berichten.

2 Responses

  1. Martin Spilka
    | Antworten

    Hallo,

    Wir segeln im April 23 von Biograt nach Kreta.
    Müssen wir noch Ein und Ausklarieren?
    Weil dazwischen ja noch Albanien und Montenegro liegen und nicht zum Schengenraum dazu gehören.
    Wir werden außerhalb der 12sm segeln und in den zwei Ländern weder Ankern noch anlegen.

    • Hans Kastenhofer
      | Antworten

      Hallo Martin,
      siehe dazu meine Antwort auf die Frage von Alexander im Beitrag “Einklarieren in Griechenland”. Du musst bei der Reise von einem Schengenland in ein anderes Schengenland nur aus- und wieder einklarieren, wenn Du das Staatsgebiet (12 sm Zone) eines Nicht-Schengenlandes berührst. Wenn Du also außerhalb der 12 sm Zone von Montenegro oder Albanien (bzw. deren Seegrenze) bleibst, dann musst Du NICHT aus- und einklarieren. Internationale Gewässer zählen NICHT als Staatsgebiet.
      In GR gilt m.E. weiterhin das beschriebene e-Mail Verfahren.
      Dir und Deiner Crew gute Reise nach Kreta.
      Beste Grüße
      Hans

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